Was in den Staaten sehr erfolgreich mit Kickstarter oder IndieGoGo vorgemacht wurde, und leider nur fuer Amerikaner oder US Firmen genutzt werden kann, laeuft jetzt auch in Deutschland seit ueber einem Jahr an:
Das sogenannte Crowdfunding, die Finanzierung von einzelnen kuenstlerischen und kulturellen Projekten durch gespendete Gelder. Eine grandiose Idee fuer Autoren um zum Beispiel ihr digitales Buch in ein gedrucktes Werk umzuwandeln oder fuer Fotografen, um einen kuenstlerischen Bildband zu erstellen.
Mit Startnext koennen Starter wie zum Beispiel Autoren, Journalisten, Musiker, Filmemacher, Designer, Fotografen und andere Kuenstler ihre Projekte durch viele einzelne Personen finanzieren lassen (Crowdfunding). Im Gegenzug bekommen die Supporter, also die Fans, Freunde, Bekannte, Familie, Firmen und Maezene vom Starter einzigartige Dankeschoens, wie z.B. eine unterschriebene CD, eine Nennung im Abspann oder eine Erwaehnung im Buch. Fans koennen hautnah bei der Entstehung eines Projektes dabei sein oder sogar in den Prozess involviert werden, Firmen nutzen Startnext fuer ihr Kultursponsoring und CSR Marketing.
1.235.991,50 Euro – 321 Projekte erfolgreich finanziert
Der Starter bekommt die finanzielle Unterstuetzung erst, wenn sein Budgetziel erreicht ist – klappt das nicht innerhalb der geplanten Zeit, geht das Geld an die jeweiligen Unterstuetzer wieder zurueck und kann in neue Projekte investiert werden. Auf diese Weise koennen die Sponsoren sicher sein, dass das Geld einem guten Zweck zukommt. Wenn das Projekt das Fundingziel erreicht ist, bekommt der Starter das Geld und kann seine Idee realisieren. Projekte koennen beim Crowdfunding uebrigens auch ueberfinanziert werden, d.h. wenn eine geplante Summe ueberschritten wird, erhaelt der Starter diese auch.
Und so funktioniert es:
Wer eine kreative Idee hat, aber nicht das entsprechende Kleingeld, meldet sich bei Startnext an und startet ein neues Projekt. Man beschreibt seine Idee mit Texten, Bildern oder auch einem Video, definiert die benoetigte Summe, legt eine Deadline fest und ueberlegt sich gestaffelte Dankeschoens, die die Supporter als Gegenleistung fuer ihre finanzielle Unterstuetzung bekommen.
Danach veroeffentlichst man seine Projektseite und ist zunaechst in der Startphase. In der Phase sammelt man Fans und kann mit dem Feedback aus dem Netzwerk der Fans noch seine Projektpraesentation verbessern. Wenn man eine bestimmte Anzahl an Fans gesammelt hat (die Anzahl ist abhaengig vom Finanzierungsziel), startest man in die Finanzierungsphase.
Warum als Schriftsteller nicht diese fantastische Moeglichkeit nutzen um eine unabhaengige Publikation zu foerdern und schon im Vorfeld Leser und Rezensoren zu gewinnen? Ein Pluspunkt – oder vielmehr eine absolute Notwendigkeit – ist es, wirklich erst einmal die Vermarktung anzukurbeln, bevor man dieses Finanzierungsprojekt beginnt. Aber dies ist ja bei jedem Buchprojekt wichtig, egal ob selbst- oder fremdfinanziert.
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August 4, 2012 at 9:35 am
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